an. Über 1000 Meter lagen die Bergweiden für die Kuh- und Schafherden, in Ligurien ließ es sich gut leben. Bereits 1530, in italien rockte die Renaissance, überschritt die Produktion den örtlichen Bedarf und es begann ein schwunghafter Handel, zumal die damals angelegten Terrassen (Fasce) einen Anbau bis auf 600 Meter ermöglichten. Saumpfade für Maultierkarawanen und der Schiffshandel mit Genua, Nizza und anderen französischen Hafenstädten führten zu einem wirtschaftlichen Höhepunkt im 18. Jahrhundert, der über hundert Jahre anhielt. Danach ging es kontinuierlich bergab, bis zum traurigen Tief- punkt, als im 1. weltkrieg 600000 Olivenbäume der Axt zum Opfer fielen. Danach sorgten die Landflucht und die beginnende industrialisierung für einen weiteren Aderlass, von dem sich die Olivenstraße aber langsam wieder erholt. Die immobilienpreise ziehen an, die Dörfer sehen schmucker aus, alte Häuser werden restauriert, ebenso wie alte Brücken. Ligurien gilt nicht nur unter wanderern als Geheimtip, hübsche, der Landschaft angepasste Hotels eröffnen, das traditionelle Handwerk wird wieder entdeckt und das Leben kehrt langsam in die Berge zurück. Ein geruhsames Leben.