HANDVERLESEN: Olio di oliva taggiasca

in Borgomaro, dem unteren Teil der Gemeinde, hielt er kurz an einem unscheinbaren Haus an, um auf ein handgemaltes Schild zu schauen. „Ab acht“, murmelte er und fuhr auch schon wieder weiter. Dieser Kurzstop sollte noch Folgen haben, doch bereits nach wenigen Hundert Metern hielten wir an einer Kirche an, kleiner Parkplatz, großes Panorama: wir waren da! Ausgestiegen, ausgepackt und vollbeladen trotteten wir noch ein wenig steif von der langen Fahrt durch das kleine Bergdorf. Gassen, Treppen, vorbei an schmalen Häusern, hingeduckt, mit bunten Fenstern, alten Türen, malerischen Hinter- und Hühnerhöfen, vorbei an Blumenkästen und Trockenmauern zu unserem Domizil. und überall, an allen Hängen und wohl terrassiert, standen die Olivenbäume. Eingerahmt und unterlegt mit Netzen: Erntezeit in Ligurien! Die tAGGiAscA-olivE ist entlang der ligurischen Riviera Ponente (Mittelmeerküste zwischen Genua und Ventimiglia) weit verbreitet. Man findet sie sonst nur noch in kleiner Zahl am Gardasee. Namensgeber dieser Olivensorte ist Taggia, ein Städtchen einige Kilometer südwestlich von Imperia. Die TaggiascaOliven machen nur etwa 0,5% der italienischen Gesamtproduktion aus.

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